Nachdenken über mich

Wir haben Spuren erzeugt, Bilder von uns  und pflegen innere richtige und falsche  Gewohnheiten  im Umgang mit unserer Identität. Für wen halten wir uns, welche Seiten von uns zeigen wir und was machen wir wie innerlich mit uns aus?

Was prägt uns? Zeiten des Erfolgs?  Der Reife? Des Wachstums? Des Scheiterns oder Leidens? Wer weiß das? Wo prägen wir uns selbst mit welchem Ziel? Wo können wir nicht anders als so? Was bestimmt die Wahl unter eigenen Möglichkeiten, so wir ihnen gewahr werden?

Wenn wir von unserem Charakter reden und denken, was meinen wir damit?

Sind wir die Guten, und sind es unsere Begabungen oder die Resultate unserer Disziplinierungen?

Welche Charakterzüge machen uns stolz?

Welche meiner Schwächen habe ich dieses Jahr gezügelt und unterbunden?

Welche Geschichten kursieren über mich  oder werden von mir über mich am Leben gehalten, die nicht wahrhaftig sind?

Welche Ideen über mein Selbst und dessen Leistungen, welche nicht geheuchelten Seiten an mir wären es wert, in meiner Trauerrede an meinem offenen Grab erwähnt zu werden, welche nicht?

Inwiefern ist mein Tun selbst-los und ein Nutzen für die Welt? Für welchen Wert bin ich beispielhaft? Wem bin ich gerne ein Vorbild? Wie zeitüberdauernd konsequent?

Welchem moralischen Dilemma bin ich dieses Jahr begegnet und welchen Umgang damit habe ich gefunden?

Für was stehe ich mutig ein und warum verberge ich mich manchmal hinter dem „Man“ und dem „Wir“?

Was habe ich getan, um meinen Nächsten zu lieben, ohne an mich zu denken? Und habe ich ihn mir ausgewählt oder durfte ich ihm begegnen?

Wenn ich noch einmal geboren würde, welche Charakterzüge hätte ich gerne beibehalten?

November 26, 2017

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